Lea Vejnovic
Stefan Hensel
Unsere Geschichte
Stefan Hensel
Lea Vejnovic
Ich wünschte ich könnte den Tag nennen, an welchem die Trillerpfeife ertönte und unser Atelier gegründet wurde. Den Handschlag in Erinnerung rufen können, mit welchem unsere Zusammenarbeit besiegelt wurde.

In Wahrheit war es das stetige Kennenlernen zweier Menschen, angefangen mit einem sehr pragmatischen Grund: Ich habe Arme und Beine gesucht, die mir helfen, meinen Alltag zu bewältigen, weil meine eigenen nicht zu gebrauchen sind!
Das Kennenlernen an sich hat viele Gesichter. Und wenn man Tage und Nächte, Nachtschichten bei Schlussabgaben, Tagträume am Strand, Feiertage mit Croissants und Freitage auf der Tanzfläche zusammenfasst/verbringt, sind es vermutlich so ziemlich alle Gesichter! Die spannendsten allerdings, finde ich, welche alles entstehen lassen, stützen, untermalen und verzieren, sind die der Leidenschaften. Generell sind die vielfältigen Lebensmotoren beflügelnde und ansteckende Aufheller, wenn man sie auch noch mit dem Gegenüber teilt oder geschickt kombinieren kann... nun ja, dann werden unter anderem Ateliers gegründet!
Es ist das Funkeln in den Augen des Anderen, wenn er über die glatte Oberfläche einer gut in der Hand liegenden Tasse fährt, und der Anblick jener Liebe sogar zu früher Stunde erquickend wirkt. Oder wenn bei einem guten Glas Wein wie aus dem Nichts Euphorie ausbricht, weil eine noch bessere Lösung für die Erschliessung des neuen Entwurfprojekts den Weg ins Bewusstsein gefunden hat. Das nervöse Wippen beim Abendessen, das verrät, innerlich beim rohen Holz statt zartem Fisch zu sein und beim Satzanfang „Ich finde Wachs..." ein „Einverstanden!" die Erklärungen abkürzt. Wenn meine Augen über die schmucke Ledernaht gleiten und seine Hände den Blick nachfahren.

Es ist das instinktive Miteinander, welches sich von den Leidenschaften treiben lässt und ab und an nach grösseren Entscheidungen sucht.
In dem Moment wurde uns bewusst, dass unser ausgetüftelter Businessplan darin besteht, weiterhin und kompromisslos das zu machen was uns begeistert, berührt und bewegt und dies mit anderen zu teilen.
Ich bin jemand der exzessiv nach Abenteuern sucht. Nach fremden Kulturen, gebauter Geschichte, überraschendem Licht, neuen Gesichtern und nachhallenden Erinnerungen, die Intensität in ihren endlos skurrilen Formen als roten Faden durch die Zeit spannen.
Stefan steckt sich selber und andere mit seiner unermüdlichen Begeisterung für Ästhetik und Genuss an. Während ich meine inneren/verborgenen Lexika nach dem perfekten Ausdruck durchforste, bringt er Leidenschaften und Faszinationen mit seinen aufgeregt leuchtenden Augen und geschickten Händen perfekt auf den Punkt.
Tatendrang verbindet uns und durchbricht so einige Grenzen, mental konstruierte und physische, wenn wir beginnen uns mit unseren Visionen und Beobachtungen gegenseitig hochzuschaukeln.


L.